Jetzt wird digitalisiert – Bürki Electric AG

Kennen Sie Bürki Electric AG aus dem bernischen Steffisburg? Dieses typische Schweizer KMU mit rund 40 Mitarbeiter:innen bietet umfassende Dienstleistungen für anspruchsvolle Steuerungen, Schaltanlagen und Engineering-Leistungen – und dies seit 1974.

Mitte 2021 übernahmen Thomas Aeschlimann, Hans-Martin Wüthrich und Sandro Knöri das Ruder von Stefan Schneeberger. Ein Chefwechsel bedeutet meist mehr als nur einen Namenwechsel im Organigramm. Häufig werden in der Folge alte Zöpfe abgeschnitten, Bewährtes beibehalten und Prozesse hinterfragt. Für Letzteres kam ich mit Friedli Projektmanagement GmbH ins Spiel.

Unterstützung ist gefragt

Thomas Aeschlimann nahm mit mir Kontakt auf. „Wir brauchen Unterstützung bei der Digitalisierung in unserem Betrieb. Verschiedene Projekte sind bereits angestossen, jedoch nicht mit aller Konsequenz bis zum Schluss durchgezogen worden“, schilderte er die Situation.

Diesbezüglich steht Bürki Electric nicht alleine da: Oft werden Digitalisierungsprojekte gestartet, die dann in der Hektik des Tagesgeschäfts untergehen und versanden. Gerade deshalb sollte die Digitalisierung als permanenter Prozess betrachtet werden, der sich flexibel an neue Situationen anpasst.

Wir vereinbarten einen Termin für den Workshop «Digitale Prozesse in KMU», in welchem wir verschiedene Prozesse im Betrieb unter die Lupe nahmen und uns an das Zitat von Thorsten Dirks aus dem Jahr 2015 hielten: „Wenn Sie einen Scheissprozess digitalisieren, dann haben Sie einen scheiss digitalen Prozess.“

Nach intensiven Diskussionen unter den Workshop-Teilnehmenden, kristallisierten sich Handlungsfelder im Bestellwesen, bei der elektronischen Zeiterfassung und Servicerapport sowie bei den CRM-Kundenkontakten1 heraus. Höchste Dringlichkeit wurde bei den Artikel-Stammdaten, sowie den ERP-Prozessen2 identifiziert. 

Musterbild Vision Board Workshop

Jetzt wird gehandelt

In den darauffolgenden Wochen unterstützte ich die Firma Bürki Electric bei der Erarbeitung der Digitalisierungsziele mit dem «Umsetzungsplan Digitalisierung». 

Ein Teil war die Überprüfung und der Ausbau der ERP-Prozesse, welche hauptsächlich mit der Software-Branchenlösung für Elektroinstallateure und Schaltanlagenbau Xpandit der Firma Braso AG umgesetzt werden:

- Einführung von webbasierter Zeiterfassung und Mobile-Rapporten
- Einsatz einer neuen kalenderbasierten Absenzenverwaltung
- Optimierung des Bestellwesens und des Wareneingangs
- Einführung einer Liquiditätsplanung mit EBICS-Bankanbindung

Ein Mitarbeiter wurde zum Projektleiter beim Thema «Artikel-Stammdatenverwaltung (PIM)» ernannt. Ich stand ihm beratend zur Seite und übernahm in dieser Projektphase die folgenden Aufgaben:

- Führen von Vorgesprächen mit potenziellen PIM-Anbietern
- Koordination, Durchführung, Moderation und Auswertung der Kurzpräsentation der PIM-Anbieter
- Beschaffung von Produktdaten der zehn wichtigsten Lieferanten
- Fachliche Unterstützung am Kickoff des ausgewählten PIM-Anbieters

💡 Fazit

Das Implementieren von digitalen Prozessen zieht sich häufig in die Länge wie Fonduekäse. Bei Bürki Electric erzielten wir aber schon nach wenigen Wochen konkrete Resultate. Ein entscheidender Erfolgsfaktor war, dass wir die Mitarbeiter:innen miteinbezogen und sie den Nutzen der Prozessoptimierung und -digitalisierung rasch erkannten.

Als externer Berater und Projektleiter bringe ich nicht nur eine wertvolle Aussensicht ein, sondern bin auch da, um Fäden, die allzu lang werden, rigoros abzuschneiden, um endlich vorwärtszukommen. Auch das gehört zu meinem Job.



1 Das CRM oder Customer Relationship Management, also Kundenbeziehungsmanagement, bezeichnet eine Strategie zur systematischen Gestaltung der Beziehungen und Interaktionen einer Organisation mit bestehenden und potenziellen Kunden. Quelle: Salesforce

2 Mit ERP ist eine bereichsübergreifende Softwarelösung gemeint, die die betriebswirtschaftlichen Prozesse einer Unternehmung steuert, auswertet und die effiziente Planung der Geschäftsressourcen ermöglicht. Quelle: Wikipedia

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